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Google Search Console: Anleitung für KMU und Selbstständige

Google Search Console einrichten und verstehen: Property, Sitemap, Leistungsbericht und Indexierung einfach erklärt, damit du Probleme früh erkennst.

sitebuddy.ch
· 10 Min. Lesezeit

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das dir zeigt, wie deine Website in der Google-Suche erscheint. Du siehst, mit welchen Suchbegriffen Menschen deine Seiten finden, wie oft sie darauf klicken und ob Google alle wichtigen Seiten kennt. Für einen Kleinbetrieb reicht es meist, die Search Console einmal sauber einzurichten und danach einmal im Monat kurz hineinzuschauen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die Google Search Console einrichtest, welche Berichte für dich wichtig sind und welche du getrost ignorieren kannst. Du brauchst dafür kein technisches Vorwissen, nur Zugang zu deiner Website oder zu deinem Domain-Anbieter.

Was ist die Google Search Console und wozu brauchst du sie?

Die Google Search Console ist die direkte Verbindung zwischen dir und der Google-Suche. Während ein Statistik-Tool zeigt, was Besucherinnen und Besucher auf deiner Website machen, zeigt die Search Console, was vorher passiert: in den Suchergebnissen von Google.

Konkret beantwortet sie dir Fragen wie diese:

  1. Bei welchen Suchanfragen erscheint meine Website überhaupt?
  2. Wie oft klicken Leute in den Suchergebnissen auf meine Seiten?
  3. Hat Google meine neue Leistungsseite schon in den Index aufgenommen?
  4. Gibt es Seiten, die Google nicht indexieren kann, und warum?

Für eine Schreinerei in Uster, eine Physiotherapie in Winterthur oder ein Café in Zürich Wiedikon ist das wertvoll. Du erfährst zum Beispiel, ob Menschen dich über «Schreinerei Uster» finden oder eher über einen Begriff, an den du gar nicht gedacht hast. Solche Erkenntnisse kannst du direkt für deine Website-Texte nutzen.

Domain-Property oder URL-Präfix: Welche Variante passt zu dir?

Für die meisten Kleinbetriebe ist die Domain-Property die bessere Wahl, weil sie alles unter deiner Domain auf einmal erfasst. Eine Property ist in der Search Console einfach das, was du beobachten möchtest, also in der Regel deine Website.

Google bietet zwei Arten von Website-Properties an:

ArtWas sie umfasstWie du sie bestätigst
Domain-PropertyAlle Subdomains (z. B. www) und alle Protokolle (http und https)Nur über einen DNS-Eintrag
URL-Präfix-PropertyNur URLs mit genau diesem Anfang, inklusive http oder httpsMehrere Methoden, etwa HTML-Datei oder HTML-Tag

Ein Beispiel: Wenn du eine URL-Präfix-Property für https://www.beispiel.ch anlegst, sind Seiten unter https://beispiel.ch ohne «www» nicht dabei. Die Domain-Property beispiel.ch deckt dagegen beide Varianten ab. Darum empfehlen wir in der Praxis meistens die Domain-Property, solange du Zugriff auf die DNS-Einstellungen hast.

Die URL-Präfix-Property ist sinnvoll, wenn du nur einen bestimmten Bereich auswerten möchtest, etwa einen Blog unter /blog/, oder wenn du keinen Zugang zum DNS hast.

Wie richtest du die Google Search Console Schritt für Schritt ein?

Die Einrichtung dauert meist nur wenige Minuten, wenn du die Zugangsdaten zu deinem Domain-Anbieter zur Hand hast. So gehst du vor:

  1. Google-Konto bereithalten: Am besten ein Konto, das zum Betrieb gehört und nicht an eine einzelne Person gebunden ist, die vielleicht einmal das Team verlässt.
  2. Search Console öffnen: Gehe auf search.google.com/search-console und wähle «Property hinzufügen».
  3. Property-Typ wählen: Gib bei der Domain-Property nur deine Domain ein, zum Beispiel beispiel.ch, ohne https und ohne www.
  4. Bestätigungscode kopieren: Google zeigt dir einen TXT-Eintrag an, den du in den DNS-Einstellungen deiner Domain hinterlegen musst.
  5. DNS-Eintrag setzen: Melde dich bei deinem Domain-Anbieter an, also dort, wo du deine .ch-Domain registriert hast, und füge den TXT-Eintrag hinzu.
  6. Bestätigen: Zurück in der Search Console klickst du auf «Bestätigen». Falls es nicht sofort klappt, warte etwas und versuche es später noch einmal, denn DNS-Änderungen brauchen manchmal Zeit.

Was bedeutet die Bestätigung der Inhaberschaft?

Die Bestätigung ist der Nachweis, dass dir die Website gehört. Google verlangt das, weil Inhaber in der Search Console vertrauliche Daten sehen und Aktionen auslösen können, die beeinflussen, wie die Website in der Suche erscheint.

Bei einer URL-Präfix-Property hast du mehr Möglichkeiten. Google nennt unter anderem das Hochladen einer HTML-Datei und das Einfügen eines HTML-Tags in den Quellcode der Startseite. Google empfiehlt zudem, mehrere Bestätigungsmethoden zu hinterlegen. So bleibt dein Zugang bestehen, wenn eine Methode einmal wegfällt, etwa weil jemand bei einem Umbau den Code im Seitenkopf ändert.

Ein Tipp aus unserer Erfahrung: Wenn eine Agentur oder ein Freelancer deine Website betreut, lass dir selbst die Inhaberrechte geben. Die Daten gehören zu deinem Betrieb, und du solltest jederzeit darauf zugreifen können.

Musst du eine Sitemap einreichen?

Eine Sitemap ist eine Datei auf deiner Website, mit der du Google mitteilst, welche Seiten es kennen soll. Bei vielen kleinen Websites ist das Einreichen gar nicht zwingend nötig, es schadet aber auch nicht.

Google schreibt dazu in seiner Hilfe: Wenn deine Website ungefähr 500 Seiten oder weniger hat und alle Seiten über Links von der Startseite erreichbar sind, brauchst du wahrscheinlich keine Sitemap. Und wenn du einen Baukasten wie Wix oder Squarespace nutzt, kümmert sich dieser meist selbst darum.

Wenn deine Website eine Sitemap hat, kannst du sie so einreichen:

  1. Finde heraus, unter welcher Adresse deine Sitemap liegt. Oft ist das /sitemap.xml oder /sitemap-index.xml.
  2. Öffne in der Search Console den Bericht «Sitemaps».
  3. Trage die Adresse ein und klicke auf «Senden».
  4. Prüfe nach einigen Tagen, ob der Status «Erfolgreich» lautet.

Wichtig zu wissen: Das Einreichen ist laut Google nur ein Hinweis. Es ist nicht garantiert, dass Google die Sitemap herunterlädt oder für das Crawling nutzt. Die Sitemap ersetzt also keine gute interne Verlinkung. Zusätzlich kannst du die Sitemap auch in deiner robots.txt-Datei angeben, damit Google sie dort findet.

Wie liest du den Leistungsbericht richtig?

Der Leistungsbericht ist der wichtigste Bericht für dich, weil er zeigt, wie deine Website in der Google-Suche abschneidet. Standardmässig siehst du die Daten der letzten drei Monate.

Google zeigt dort vier Messwerte. So definiert Google sie:

  1. Klicks: Die Anzahl Klicks, die Nutzerinnen und Nutzer in den Google-Suchergebnissen auf deine Website gemacht haben.
  2. Impressionen: Wie oft deine Website in den Google-Suchergebnissen erschienen ist.
  3. Klickrate (CTR): Die Anzahl Klicks geteilt durch die Anzahl Impressionen.
  4. Durchschnittliche Position: Die durchschnittliche Position des höchsten Ergebnisses deiner Website.

Unter dem Diagramm findest du eine Tabelle, die du nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten, Darstellung in der Suche oder Datum gruppieren kannst. Für einen Schweizer Betrieb ist der Filter nach Land praktisch, um zum Beispiel nur Suchen aus der Schweiz anzusehen.

Was sagen dir diese Zahlen in der Praxis?

Die Zahlen werden erst im Zusammenspiel spannend. Ein paar typische Muster, die wir oft sehen:

  1. Viele Impressionen, wenig Klicks: Deine Seite erscheint, wird aber selten angeklickt. Oft lohnt es sich dann, Seitentitel und Beschreibung verständlicher und konkreter zu formulieren.
  2. Gute Klickrate, aber Position weit hinten: Die Seite überzeugt, wird aber selten gesehen. Hier hilft meist mehr und besserer Inhalt zum Thema.
  3. Unerwartete Suchanfragen: Menschen finden dich über Begriffe, die du gar nicht aktiv bedienst. Das ist ein Hinweis, welche Themen du auf deiner Website ausbauen könntest.

Beachte, dass Google die Suchergebnisse an Ort, Gerät, Uhrzeit und Suchverlauf der Person anpasst. Wenn du selbst nach einem Begriff suchst und deine Website nicht siehst, heisst das also nicht, dass die Zahlen in der Search Console falsch sind.

Wie prüfst du, ob Google deine Seiten indexiert hat?

Indexierung bedeutet, dass Google eine Seite in seinen Suchindex aufgenommen hat. Nur indexierte Seiten können in den Suchergebnissen erscheinen. Dafür gibt es zwei Werkzeuge in der Search Console.

Was zeigt der Bericht zur Seitenindexierung?

Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt dir, welche Seiten Google auf deiner Website gefunden und indexiert hat und wo es Probleme gibt. Für kleine Websites relativiert Google den Bericht selbst: Bei weniger als 500 Seiten ist er laut Google wahrscheinlich nicht nötig.

Wenn du trotzdem hineinschaust, achte vor allem auf eine Frage: Sind alle wichtigen Seiten indexiert? Dass einige Seiten nicht indexiert sind, ist normal. Google nennt dafür berechtigte Gründe, etwa eine bewusst gesetzte robots.txt-Regel, ein «noindex»-Tag, doppelte Seiten oder gelöschte Seiten mit 404-Fehler.

Hellhörig solltest du werden, wenn die Zahl der indexierten Seiten plötzlich sinkt, ohne dass du etwas geändert hast. Google weist darauf hin, dass dies ein Zeichen sein kann, dass der Zugriff auf deine Seiten blockiert ist.

Wofür nutzt du das URL-Prüftool?

Das URL-Prüftool zeigt dir den Status einer einzelnen Seite im Google-Index. Du gibst die vollständige Adresse oben in die Suchleiste der Search Console ein und siehst, ob die Seite indexiert ist und welche Version Google kennt.

Das Tool ist besonders praktisch in diesen Fällen:

  1. Du hast eine neue Seite veröffentlicht, etwa für ein neues Angebot, und möchtest wissen, ob Google sie schon kennt.
  2. Du hast eine wichtige Seite stark überarbeitet und möchtest Google auf die Änderung aufmerksam machen.
  3. Eine Seite erscheint nicht in der Suche und du willst den Grund herausfinden.

Mit «Indexierung beantragen» bittest du Google, die Seite zu crawlen. Google hält aber klar fest, dass eine Anfrage nicht garantiert, dass die Seite im Index erscheint.

Was solltest du dir jeden Monat anschauen?

Ein fester Termin einmal im Monat reicht für die meisten Kleinbetriebe völlig aus. Plane dafür etwa eine Viertelstunde ein und arbeite immer dieselbe Liste ab:

  1. Leistungsbericht öffnen: Vergleiche Klicks und Impressionen mit dem Vormonat oder mit demselben Monat im Vorjahr. Saisonale Schwankungen sind normal, etwa bei einem Gartenbauer im Winter.
  2. Top-Suchanfragen ansehen: Erscheinen die Begriffe, mit denen du gefunden werden willst? Gibt es neue Suchanfragen, die dich überraschen?
  3. Top-Seiten prüfen: Welche Seiten bringen die meisten Klicks? Sind darunter auch deine wichtigsten Leistungsseiten?
  4. Neue Seiten kontrollieren: Hast du im letzten Monat etwas veröffentlicht? Dann prüfe es mit dem URL-Prüftool.
  5. Meldungen lesen: Schau, ob Google dir Nachrichten zu Problemen geschickt hat.

Wenn dir dabei auffällt, dass eine Seite zwar gefunden wird, aber langsam lädt, lohnt sich ein Blick auf die Ladezeit. Wie du das misst und deutest, erklären wir in unserem Artikel PageSpeed verstehen.

Häufige Fragen

Kostet die Google Search Console etwas?

Nein, die Google Search Console ist kostenlos. Du brauchst nur ein Google-Konto und musst nachweisen, dass dir die Website gehört.

Ist die Search Console dasselbe wie Google Analytics?

Nein. Die Search Console zeigt, wie deine Website in den Google-Suchergebnissen erscheint, also vor dem Klick. Ein Analyse-Tool wie Google Analytics zeigt, was Besucherinnen und Besucher nach dem Klick auf deiner Website tun.

Warum zeigt meine neue Website noch keine Daten an?

Nach dem Einrichten braucht es etwas Zeit, bis Daten erscheinen. Eine ganz neue Website muss zudem zuerst von Google gefunden und indexiert werden. Prüfe deine Startseite mit dem URL-Prüftool und beantrage bei Bedarf die Indexierung.

Was ist der Unterschied zwischen Klicks und Impressionen?

Eine Impression zählt, wenn deine Website in den Suchergebnissen erscheint. Ein Klick zählt erst, wenn jemand tatsächlich auf dein Ergebnis klickt und so auf deine Website gelangt.

Kann ich meiner Agentur Zugriff geben, ohne mein Passwort zu teilen?

Ja. In den Einstellungen der Property kannst du weitere Nutzer mit eigenen Google-Konten hinzufügen. So musst du nie Zugangsdaten weitergeben und kannst den Zugriff jederzeit wieder entfernen.

Fazit: Die Search Console ist dein Fenster zu Google

Die Google Search Console zeigt dir ohne Umwege, wie Google deine Website sieht. Richte am besten eine Domain-Property ein, reiche deine Sitemap ein, falls vorhanden, und nimm dir einmal im Monat eine Viertelstunde für den Leistungsbericht. So erkennst du früh, ob deine wichtigen Seiten gefunden werden und wo sich Verbesserungen lohnen.

Wenn du Unterstützung beim Einrichten möchtest oder deine Zahlen gemeinsam mit uns anschauen willst, helfen wir von sitebuddy.ch dir gerne. Wir bauen Websites für Kleinbetriebe in Zürich und der ganzen Schweiz und richten die Search Console auf Wunsch direkt mit ein. Vereinbare einfach ein kostenloses Erstgespräch.

Quellen

  1. Website- oder Plattform-Property zur Search Console hinzufügen, Search Console-Hilfe
  2. Meine Website-Inhaberschaft bestätigen, Search Console-Hilfe
  3. Sitemaps mithilfe des Sitemaps-Berichts verwalten, Search Console-Hilfe
  4. Sitemap erstellen und einreichen, Google Search Central
  5. Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung, Search Console-Hilfe
  6. Bericht zur Seitenindexierung, Search Console-Hilfe
  7. URL-Prüftool, Search Console-Hilfe

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