Website Check: Deine Website in 30 Minuten selbst prüfen
Website Check in 30 Minuten: Mit unserer Checkliste und kostenlosen Google-Tools prüfst du Inhalt, Handy, Ladezeit, Google und Recht selbst.

Ein Website Check ist eine kurze, strukturierte Prüfung, ob deine Website ihre wichtigsten Aufgaben erfüllt: verständlich zeigen, was du anbietest, leicht erreichbar machen, wie du kontaktiert werden kannst, auf dem Handy funktionieren, bei Google auffindbar sein und die rechtlichen Grundlagen abdecken. Mit einer klaren Checkliste und kostenlosen Google-Tools schaffst du einen ersten Website Check in rund 30 Minuten selbst. Du brauchst dafür kein Fachwissen, nur dein Handy, deinen Computer und einen ehrlichen Blick.
In diesem Artikel führen wir dich Schritt für Schritt durch sieben Bereiche. Zu jedem Bereich findest du konkrete Fragen, die du mit Ja oder Nein beantworten kannst. Am Ende weisst du, wo deine Website gut dasteht und wo du nachbessern solltest. Wenn dabei viele Punkte offen bleiben, lohnt sich ein Blick in unseren Leitfaden zum Website Relaunch.
Was brauchst du für einen Website Check?
Für einen Website Check brauchst du nur drei Dinge: dein Smartphone, einen Computer mit Browser und etwa 30 Minuten ungestörte Zeit. Alle Tools, die wir hier nennen, sind von Google und kostenlos.
Hilfreich ist ausserdem ein Blatt Papier oder eine Notiz-App. Notiere dir bei jedem Punkt, ob er erfüllt ist. So hast du am Schluss eine einfache Liste mit offenen Aufgaben.
Unsere Empfehlung aus der Praxis: Mach den Check nicht allein. Bitte eine Person, die deinen Betrieb nicht gut kennt, deine Website fünf Minuten lang anzuschauen. Frag sie danach, was du anbietest und wie sie dich kontaktieren würde. Diese Antwort ist oft aufschlussreicher als jede Software.
So teilst du die 30 Minuten auf:
| Bereich | Zeit |
|---|---|
| Inhalt, Angebot und Kontaktwege | 8 Minuten |
| Handy und Ladezeit | 8 Minuten |
| Google-Grundlagen | 8 Minuten |
| Recht und Vertrauen | 6 Minuten |
Die Zeiten sind unsere Einschätzung für eine kleine Website mit wenigen Unterseiten. Bei einer grösseren Website brauchst du entsprechend länger.
Verstehen Besucher sofort, was du anbietest?
Deine Startseite muss in wenigen Sekunden klar machen, was du machst, für wen und wo. Das ist der wichtigste Punkt des ganzen Checks, denn ohne klares Angebot helfen auch die besten Technikwerte wenig.
Öffne deine Startseite und schau nur auf den Bereich, den du ohne Scrollen siehst. Beantworte dann diese Fragen:
- Steht dort in einem Satz, was du anbietest, zum Beispiel «Coiffeursalon in Zürich Wiedikon» statt «Willkommen auf unserer Website»?
- Ist erkennbar, in welcher Region du tätig bist?
- Gibt es einen sichtbaren nächsten Schritt, etwa «Termin buchen» oder «Offerte anfragen»?
- Sind die Texte aktuell, also ohne alte Aktionen, vergangene Daten oder geschlossene Angebote?
- Findet man deine wichtigsten Leistungen mit höchstens einem Klick?
Wenn du bei den Texten unsicher bist, findest du in unserem Artikel Website Texte schreiben eine Anleitung, wie du dein Angebot klar formulierst.
Wie einfach können dich Kunden kontaktieren?
Kontaktwege sind gut, wenn Besucher dich von jeder Seite aus mit einem Klick erreichen. Viele Anfragen gehen verloren, weil die Telefonnummer versteckt ist oder ein Formular nicht funktioniert.
Prüfe diese Punkte:
- Steht deine Telefonnummer gut sichtbar auf der Website, idealerweise im Kopf- oder Fussbereich jeder Seite?
- Kannst du auf dem Handy auf die Nummer tippen und der Anruf startet direkt?
- Ist deine E-Mail-Adresse anklickbar?
- Funktioniert dein Kontaktformular? Schick dir selbst eine Testanfrage und prüfe, ob sie ankommt.
- Sind Adresse und Öffnungszeiten korrekt und stimmen sie mit deinem Google Unternehmensprofil überein?
Der Formulartest ist besonders wichtig. Aus unserer Erfahrung bemerken Betriebe oft erst spät, dass Anfragen im Spam landen oder gar nicht verschickt werden. Wie du dein Profil bei Google pflegst, liest du im Artikel Google Unternehmensprofil.
Funktioniert deine Website auf dem Handy?
Deine Website muss auf dem Smartphone mindestens so gut funktionieren wie auf dem Computer. Google verwendet für die Indexierung und das Ranking die mobile Version des Website-Inhalts. Das nennt Google Mobile-First-Indexierung.
Nimm dein Handy und öffne deine Website, am besten über das Mobilfunknetz und nicht über das WLAN im Büro. Dann prüfst du:
- Kannst du alle Texte lesen, ohne zu zoomen?
- Lassen sich Buttons und Links gut mit dem Daumen treffen?
- Funktioniert das Menü und kommst du auf alle wichtigen Seiten?
- Musst du nirgends seitlich scrollen?
- Sind auf dem Handy dieselben wichtigen Inhalte vorhanden wie auf dem Computer?
Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Google empfiehlt, dass die mobile Version dieselben Inhalte enthält wie die Desktop-Version. Inhalte, die du auf dem Handy ausblendest, werden für die Google Suche also womöglich weniger berücksichtigt.
Lädt deine Website schnell genug?
Eine gute Ladezeit erkennst du am einfachsten mit Google PageSpeed Insights. Das Tool ist kostenlos und zeigt dir, wie schnell und stabil eine Seite lädt.
So gehst du vor:
- Öffne pagespeed.web.dev und gib die Adresse deiner Startseite ein.
- Schau zuerst auf die Ansicht «Mobil».
- Prüfe, ob oben Felddaten echter Besucherinnen und Besucher angezeigt werden und ob die Core Web Vitals bestanden sind.
- Teste zusätzlich eine Unterseite mit vielen Bildern, etwa eine Galerie oder ein Menü.
Lass dich vom Score nicht verunsichern. Er stammt aus einem simulierten Test und schwankt etwas. Was die einzelnen Werte genau bedeuten, erklären wir ausführlich in unserem Artikel PageSpeed verstehen. Für den Website Check reicht die Frage: Fühlt sich die Seite auf dem Handy flott an, und zeigt das Tool keine roten Werte bei den Felddaten?
Ist deine Website bei Google richtig aufgestellt?
Die Google-Grundlagen sind erfüllt, wenn deine Seiten im Google-Index sind und jede Seite einen eigenen, aussagekräftigen Titel und eine passende Beschreibung hat. Das kannst du in wenigen Minuten prüfen.
Ist deine Website im Google-Index?
Der Google-Index ist das Verzeichnis aller Seiten, die Google kennt und in den Suchergebnissen anzeigen kann. Google empfiehlt selbst einen einfachen Test: Gib in die Google Suche «site:» und direkt danach deine Domain ein, zum Beispiel «site:beispiel.ch». Erscheinen Ergebnisse deiner Website, ist sie im Index.
Für einen genaueren Blick gibt es die kostenlose Google Search Console. Mit dem URL-Prüftool siehst du, ob eine bestimmte Seite indexiert ist und warum allenfalls nicht. Du kannst dort ausserdem testen, ob eine Seite indexierbar ist, und eine erneute Prüfung durch Google anfordern.
Haben deine Seiten gute Titel?
Der Seitentitel ist die blaue Überschrift, die in den Google-Ergebnissen erscheint. Google rät, aussagekräftige und prägnante Titel zu schreiben und ungenaue Bezeichnungen wie «Startseite» zu vermeiden. Prüfe in deinen «site:»-Ergebnissen:
- Hat jede Seite einen eigenen Titel?
- Beschreibt der Titel den Inhalt, zum Beispiel «Malerarbeiten in Uster und Umgebung»?
- Kommt dein Firmenname vor, ohne dass der Titel nur daraus besteht?
Sind die Beschreibungen sinnvoll?
Die Meta-Beschreibung ist ein kurzer Text, der den Inhalt einer Seite zusammenfasst. Google nutzt in erster Linie die Inhalte auf der Seite, um den Beschreibungstext unter dem Titel automatisch zu bestimmen, verwendet unter Umständen aber auch die Meta-Beschreibung. Darum lohnt es sich, für jede wichtige Seite eine eigene Beschreibung zu formulieren, die zum Klicken einlädt.
Erfüllt deine Website die rechtlichen Grundlagen?
Rechtlich sauber aufgestellt bist du, wenn Besucher klar sehen, wer hinter der Website steht, und wenn du über die Bearbeitung von Personendaten informierst. Für Websites in der Schweiz sind vor allem zwei Gesetze relevant.
Das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verlangt in Artikel 3 von Anbietern, die Waren oder Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbieten, klare Angaben über ihre Identität und ihre Kontaktadresse inklusive E-Mail. Das Datenschutzgesetz (DSG) verlangt, dass betroffene Personen über die Beschaffung von Personendaten informiert werden, was auf Websites meist über eine Datenschutzerklärung geschieht.
Prüfe deshalb:
- Gibt es ein Impressum mit Firmenname, Adresse und E-Mail-Adresse?
- Ist das Impressum von jeder Seite aus erreichbar, etwa über den Fussbereich?
- Gibt es eine Datenschutzerklärung?
- Nennt sie die Tools, die du tatsächlich nutzt, zum Beispiel Kontaktformular, Analyse-Tool oder eingebettete Karten?
Dieser Check ersetzt keine Rechtsberatung. Wenn du unsicher bist, lass die Texte von einer Fachperson prüfen. Was eine Datenschutzerklärung enthalten sollte, beschreiben wir im Artikel Impressum und Datenschutz in der Schweiz. Ob du ein Cookie-Banner brauchst, klären wir im Artikel Cookie Banner Schweiz.
Wirkt deine Website vertrauenswürdig?
Vertrauen entsteht, wenn Besucher echte Menschen, echte Arbeiten und aktuelle Informationen sehen. Gerade bei Kleinbetrieben entscheidet dieser Eindruck oft, ob jemand anruft oder weitersucht.
Geh deine Website mit diesen Fragen durch:
- Zeigst du echte Fotos von dir, deinem Team oder deinen Räumen statt nur Stockbilder?
- Gibt es Referenzen, Projektbeispiele oder Kundenstimmen?
- Ist im Browser ein Schloss-Symbol zu sehen, die Verbindung also verschlüsselt (https)?
- Wirkt das Design gepflegt, oder sieht man der Website ihr Alter deutlich an?
- Ist das Datum im Fussbereich aktuell, etwa beim Copyright-Hinweis?
Auch Bewertungen tragen zum Vertrauen bei. Wie du mehr Rückmeldungen von zufriedenen Kunden bekommst, liest du in unserem Artikel Google Bewertungen bekommen.
Was machst du mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse deines Website Checks sind eine Aufgabenliste, die du nach Wirkung sortierst. Beginne mit den Punkten, die Anfragen direkt verhindern, also kaputte Formulare, fehlende Kontaktangaben oder Probleme auf dem Handy.
Wir empfehlen dir diese Reihenfolge:
- Alles, was Kontakt verhindert, sofort beheben.
- Rechtliche Lücken wie fehlendes Impressum zeitnah schliessen.
- Titel und Beschreibungen der wichtigsten Seiten überarbeiten.
- Texte und Bilder Schritt für Schritt verbessern.
- Ladezeit optimieren, wenn PageSpeed rote Werte zeigt.
Wiederhole den Check etwa zweimal im Jahr. Das ist unsere Erfahrung, kein fester Standard. Wenn du bei vielen Punkten Nein angekreuzt hast, ist oft ein Neuaufbau sinnvoller als viele kleine Reparaturen. Wie du so etwas angehst, zeigen wir im Artikel Website Relaunch für Kleinbetriebe.
Häufige Fragen
Ist ein Website Check kostenlos?
Ja, wenn du ihn selbst machst. Die Google Search Console und PageSpeed Insights sind kostenlos, und für die übrigen Punkte brauchst du nur deinen Browser und dein Handy.
Wie oft sollte ich meine Website checken?
Aus unserer Erfahrung reicht für die meisten Kleinbetriebe ein gründlicher Check zweimal pro Jahr. Zusätzlich lohnt sich ein kurzer Blick nach jeder grösseren Änderung an der Website.
Brauche ich die Google Search Console unbedingt?
Für den ersten Check genügt die Suche mit «site:». Die Search Console gibt dir aber genauere Informationen zur Indexierung einzelner Seiten. Darum empfehlen wir dir, sie einzurichten.
Ersetzt ein Website Check eine professionelle Analyse?
Nein. Unser Check deckt die wichtigsten Grundlagen ab. Eine vertiefte Analyse schaut zusätzlich auf Themen wie Keywords, Struktur, Barrierefreiheit oder rechtliche Details.
Was ist der häufigste Fehler bei Kleinbetrieb-Websites?
Aus unserer Erfahrung ist es ein unklarer Einstieg: Die Startseite begrüsst, erklärt aber nicht, was der Betrieb anbietet und wo. Das ist zum Glück auch einer der Punkte, die du am schnellsten verbessern kannst.
Fazit: Ein Website Check zeigt dir in kurzer Zeit, wo du stehst
Mit 30 Minuten und kostenlosen Google-Tools erkennst du die wichtigsten Schwachstellen deiner Website selbst. Klares Angebot, einfache Kontaktwege, gute Handy-Darstellung, saubere Google-Grundlagen und die rechtlichen Pflichtangaben bilden dabei das Fundament.
Wenn du nach dem Check Unterstützung möchtest, sind wir von sitebuddy.ch gerne für dich da. Wir bauen Websites für Kleinbetriebe in Zürich und der ganzen Deutschschweiz, die klar, schnell und gut auffindbar sind. Vereinbare einfach ein kostenloses Erstgespräch.
Quellen
- SEO-Leitfaden für Einsteiger, Google Search Central
- Titellinks in den Google-Suchergebnissen beeinflussen, Google Search Central
- Meta-Beschreibungen erstellen, Google Search Central
- URL-Prüftool, Search Console-Hilfe
- Best Practices für die Mobile-First-Indexierung, Google Search Central
- SR 241 Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), Fedlex
- SR 235.1 Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), Fedlex