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Hosting Schweiz: So findest du das passende Webhosting

Hosting Schweiz für KMU erklärt: Shared, Managed oder statisch, worauf du bei Datenschutz, Backups und E-Mail achtest und wie der Wechsel gelingt.

sitebuddy.ch
· 9 Min. Lesezeit

Hosting ist der Ort, an dem deine Website gespeichert ist und von dem aus sie an deine Besucherinnen und Besucher ausgeliefert wird. Wer in der Schweiz Hosting für einen Kleinbetrieb sucht, sollte vor allem auf fünf Dinge achten: Serverstandort und Datenschutz nach dem Schweizer Datenschutzgesetz, regelmässige Backups, erreichbaren Support, ein SSL-Zertifikat für HTTPS und eine saubere Lösung für E-Mail. Welche Art von Hosting passt, hängt davon ab, wie deine Website gebaut ist und wie viel du selbst betreuen möchtest.

In diesem Artikel erklären wir dir ohne Fachchinesisch, welche Hosting-Arten es gibt, wie du Angebote vergleichst und welche Stolperfallen beim Wechsel lauern. Wir nennen bewusst keine Anbieter, denn die richtige Wahl hängt von deiner Situation ab.

Was ist Webhosting überhaupt?

Webhosting ist eine Dienstleistung, bei der ein Anbieter Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server bereitstellt, damit deine Website rund um die Uhr im Internet erreichbar ist. Du kannst es dir wie die Miete für ein Ladenlokal vorstellen: Die Domain ist die Adresse an der Tür, das Hosting ist der Raum dahinter, in dem deine Website wohnt.

Domain und Hosting sind also zwei verschiedene Dinge, auch wenn viele Anbieter beides zusammen verkaufen. Die Domain sorgt dafür, dass Menschen dich unter einem Namen wie «malerei-muster.ch» finden. Über das sogenannte DNS wird festgelegt, auf welchen Server dieser Name zeigt. Wie du zu deiner Adresse kommst und worauf du dabei achtest, erklären wir im Artikel Domain registrieren in der Schweiz.

Welche Arten von Hosting gibt es?

Für kleine Betriebe kommen in der Praxis drei Arten in Frage: Shared Hosting, Managed Hosting und statisches Hosting mit einem CDN. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Technik du selbst verantwortest und wie die Website aufgebaut sein muss.

Shared Hosting

Shared Hosting ist ein Angebot, bei dem sich viele Websites einen Server teilen. Du erhältst einen Bereich mit Speicherplatz, oft eine Datenbank und meistens auch E-Mail-Postfächer. Das ist einfach und verbreitet, etwa für Websites mit WordPress. Der Nachteil: Updates des Systems, der Plugins und die Sicherheit liegen häufig bei dir. Wenn eine Nachbarseite auf demselben Server viel Last erzeugt, kann das je nach Anbieter auch deine Seite bremsen.

Managed Hosting

Managed Hosting ist ein Angebot, bei dem der Anbieter oder eine Agentur zusätzlich die Pflege übernimmt. Dazu gehören je nach Vertrag Updates, Überwachung, Backups und Hilfe bei Problemen. Für Betriebe, die sich nicht selbst um Technik kümmern wollen, ist das oft die entspanntere Wahl. Wichtig ist, dass im Vertrag klar steht, was genau «managed» bedeutet. Der Begriff ist nicht geschützt und wird unterschiedlich verwendet.

Statisches Hosting mit CDN

Statisches Hosting ist eine Form, bei der die Website aus fertigen Dateien besteht, die nicht bei jedem Aufruf neu zusammengebaut werden müssen. Ein CDN (Content Delivery Network) ist ein Netz aus Servern an vielen Orten, das diese Dateien möglichst nah bei der besuchenden Person ausliefert. Weil keine Datenbank und kein Content-Management-System auf dem Server laufen, gibt es weniger, was gepflegt werden muss. Für Visitenkarten-Websites, Onepager und Firmenseiten mit überschaubarem Inhalt passt das aus unserer Erfahrung sehr gut. Für Shops oder Mitgliederbereiche braucht es zusätzliche Dienste.

Hosting-ArtPasst gut für
Shared HostingEinfache Websites mit CMS, wenn du Updates selbst machst
Managed HostingBetriebe, die Technik und Pflege abgeben möchten
Statisches Hosting mit CDNSchlanke Firmenwebsites mit wenig dynamischem Inhalt

Worauf achtest du beim Hosting in der Schweiz?

Beim Hosting in der Schweiz zählen nicht nur Speicherplatz und Preis, sondern vor allem Datenschutz, Sicherheit und Erreichbarkeit. Die folgenden Kriterien helfen dir, Angebote fair zu vergleichen.

1. Standort der Server und Datenschutz nach revDSG

Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG oder einfach DSG) verlangt, dass Verantwortliche und ihre Auftragsbearbeiter durch geeignete technische und organisatorische Massnahmen eine dem Risiko angemessene Datensicherheit gewährleisten (Art. 8 DSG). Dein Hosting-Anbieter ist in der Regel ein solcher Auftragsbearbeiter, sobald auf deiner Website Personendaten anfallen, zum Beispiel über ein Kontaktformular. Nach Art. 9 DSG darfst du die Bearbeitung einem Dritten übertragen, musst dich aber vergewissern, dass dieser die Datensicherheit gewährleisten kann.

Liegen die Server im Ausland, kommt Art. 16 DSG ins Spiel: Personendaten dürfen grundsätzlich in Staaten bekanntgegeben werden, deren Gesetzgebung der Bundesrat als angemessen anerkannt hat. Die Liste dieser Staaten ist Teil der Datenschutzverordnung (Anhang 1), wie der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) erläutert. Ein Schweizer Serverstandort ist also keine gesetzliche Pflicht, macht die Sache aber für viele Betriebe übersichtlicher. Wichtig: Erwähne deinen Hosting-Anbieter und allfällige Datenübermittlungen ins Ausland in deiner Datenschutzerklärung. Diese Einschätzung ersetzt keine Rechtsberatung.

2. Backups

Ein Backup ist eine Sicherheitskopie deiner Website, mit der du nach einem Fehler, einem Angriff oder einem missglückten Update einen früheren Stand wiederherstellen kannst. Frag konkret nach: Wie oft wird gesichert? Wie lange werden Sicherungen aufbewahrt? Kannst du selbst wiederherstellen oder musst du den Support anfragen? Und liegen die Backups an einem anderen Ort als die Website selbst? Wir empfehlen zusätzlich, ab und zu eine eigene Kopie aufzubewahren.

3. Support

Guter Support ist erreichbar, wenn du ihn brauchst, und spricht deine Sprache. Prüfe, über welche Kanäle du Hilfe bekommst (Telefon, E-Mail, Chat), zu welchen Zeiten und ob der Support auf Deutsch antwortet. Gerade für Kleinbetriebe ohne eigene IT ist das oft wichtiger als ein paar Gigabyte mehr Speicher.

4. SSL-Zertifikat und HTTPS

Ein SSL-Zertifikat ermöglicht die verschlüsselte Verbindung über HTTPS, erkennbar am Schloss in der Adresszeile. Google empfiehlt auf web.dev, alle Websites mit HTTPS zu schützen, auch solche ohne sensible Daten. HTTPS verhindert, dass Dritte die Inhalte unterwegs verändern, schützt die Privatsphäre deiner Besucher und ist Voraussetzung für viele moderne Browser-Funktionen. Achte darauf, dass das Zertifikat im Hosting enthalten ist und automatisch erneuert wird.

5. E-Mail

E-Mail ist für die meisten Betriebe wichtiger als die Website selbst, denn darüber laufen Anfragen, Offerten und Rechnungen. Kläre, ob E-Mail im Hosting enthalten ist, wie viele Postfächer und wie viel Speicher es gibt und ob die nötigen Einträge für die Absender-Authentifizierung möglich sind. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Solltest du Hosting und E-Mail trennen?

Hosting und E-Mail zu trennen bedeutet, dass deine Website bei einem Anbieter liegt und deine Postfächer bei einem anderen. Aus unserer Erfahrung hat das für Kleinbetriebe einen grossen Vorteil: Wenn du die Website wechselst, neu baust oder umziehst, laufen deine E-Mails einfach weiter. Umgekehrt kannst du den E-Mail-Dienst wechseln, ohne die Website anzufassen.

Möglich macht das das DNS deiner Domain. Dort zeigen bestimmte Einträge auf den Webserver und andere, die MX-Einträge, auf den Mailserver. Beide können unabhängig voneinander gesetzt werden.

Ein Punkt wird dabei oft vergessen: die Zustellbarkeit. Gmail verlangt in seinen Richtlinien für E-Mail-Absender, dass alle Absender ihre Mails mit SPF oder DKIM authentifizieren. Wer mehr als 5000 Nachrichten pro Tag an Gmail-Konten schickt, braucht zusätzlich DMARC. Das sind ebenfalls DNS-Einträge. Wenn du Website und E-Mail trennst, muss klar sein, wer diese Einträge pflegt, sonst landen deine Offerten womöglich im Spam.

Welche Stolperfallen gibt es beim Hosting-Wechsel?

Ein Hosting-Wechsel gelingt, wenn du ihn planst und den alten Server nicht zu früh abschaltest. Google beschreibt in seiner Anleitung zum Wechsel des Hostings ohne URL-Änderung, worauf es ankommt. Daraus und aus unserer Erfahrung ergeben sich diese Schritte:

  1. Kopie beim neuen Anbieter aufsetzen und testen. Bevor du irgendetwas umstellst, sollte die Website beim neuen Hosting vollständig laufen. Google rät, eine Testversion auf einem temporären Namen mit «noindex» zu prüfen, damit sie nicht in den Suchergebnissen erscheint.
  2. TTL-Werte vorher senken. Die TTL bestimmt, wie lange DNS-Informationen zwischengespeichert werden. Google empfiehlt, sie rechtzeitig vor dem Umzug zu verkürzen, damit die Umstellung schneller überall ankommt.
  3. E-Mail-Einträge nicht vergessen. Wenn du den DNS-Verwalter wechselst, müssen MX-, SPF- und DKIM-Einträge mitkommen. Fehlen sie, kommen keine Mails mehr an oder deine Mails werden als verdächtig eingestuft. Das ist aus unserer Erfahrung der häufigste Fehler.
  4. Sperren entfernen. Testsperren wie «noindex» oder Einschränkungen in der robots.txt müssen vor dem Livegang raus.
  5. Search Console prüfen. Die Bestätigung deiner Website in der Google Search Console muss nach dem Umzug weiter funktionieren, etwa über eine Datei oder einen Meta-Tag im neuen System.
  6. DNS umstellen und beobachten. Erst jetzt zeigst du die Domain auf den neuen Server und beobachtest, ob alles funktioniert.
  7. Alten Server erst später kündigen. Google rät, den alten Server erst abzuschalten, wenn dort kein Traffic mehr ankommt. Achte auch auf Kündigungsfristen, damit sich die Verträge sinnvoll überlappen.

Ändern sich beim Wechsel auch die Adressen deiner Unterseiten, etwa bei einem Relaunch, brauchst du zusätzlich Weiterleitungen. Google behandelt diesen Fall in einer eigenen Anleitung zu Website-Umzügen mit URL-Änderungen.

Zwei weitere Punkte sorgen in der Praxis oft für Ärger: Zugangsdaten und Abhängigkeiten. Stell sicher, dass du selbst Zugriff auf die Domain, das DNS und das Hosting hast und nicht nur deine frühere Agentur. Und prüfe, ob Formulare, Buchungstools oder Newsletter-Anbindungen an den alten Server gebunden sind.

Häufige Fragen

Muss meine Website in der Schweiz gehostet sein?

Nein, das Datenschutzgesetz schreibt keinen Schweizer Serverstandort vor. Liegen die Server im Ausland, gelten aber die Regeln zur Bekanntgabe ins Ausland nach Art. 16 DSG. Ein Standort in der Schweiz kann die Abklärungen vereinfachen.

Ist Shared Hosting für einen Kleinbetrieb ausreichend?

Für viele einfache Websites reicht Shared Hosting aus. Entscheidend ist, wer sich um Updates und Sicherheit kümmert. Wenn du das nicht selbst machen möchtest, ist Managed Hosting oder eine statische Website oft die bessere Wahl.

Brauche ich ein SSL-Zertifikat, auch ohne Onlineshop?

Ja. Google empfiehlt HTTPS für alle Websites, unabhängig davon, ob sensible Daten übertragen werden. Viele Hosting-Angebote enthalten ein Zertifikat, das sich automatisch erneuert.

Gehen beim Hosting-Wechsel meine E-Mails verloren?

Nicht zwingend, aber das Risiko ist real. Wenn E-Mail und Website beim gleichen Anbieter liegen, musst du Postfächer und Inhalte mitzügeln und die MX-Einträge korrekt setzen. Wer beides trennt, ist hier entspannter unterwegs.

Schadet ein Hosting-Wechsel meinem Google-Ranking?

Google schreibt, dass die Crawling-Rate nach einem Umzug vorübergehend sinken kann und sich danach wieder erholt. Wenn die Adressen gleich bleiben und die Website stabil läuft, ist ein Wechsel in der Regel gut machbar.

Fazit: Das passende Hosting in der Schweiz ist eine Frage der Betreuung

Das beste Hosting ist nicht das mit den meisten Gigabyte, sondern das, das zu deiner Website und zu deinem Alltag passt. Kläre Datenschutz, Backups, Support, HTTPS und E-Mail, bevor du dich entscheidest. Und plane einen Wechsel so, dass deine Mails weiterlaufen und der alte Server erst am Schluss abgeschaltet wird.

Bei sitebuddy.ch bauen wir schlanke, schnelle Websites für Kleinbetriebe in Zürich und der ganzen Schweiz und kümmern uns auch um die Frage, wo und wie deine Website sicher läuft. Wenn du unsicher bist, was für dich passt, vereinbare ein kostenloses Erstgespräch.

Quellen

  1. Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), Fedlex
  2. Das neue Datenschutzgesetz aus Sicht des EDÖB, EDÖB
  3. Changing Your Web Hosting and SEO, Google Search Central
  4. Site Moves and Migrations, Google Search Central
  5. Why HTTPS matters, web.dev
  6. Richtlinien für E-Mail-Absender, Gmail-Hilfe

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