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Onepager erstellen lassen: Lohnt sich das für deinen Betrieb?

Onepager erstellen lassen: Vor- und Nachteile, Aufbau, SEO-Grenzen und Kosten in der Schweiz. So findest du heraus, ob eine einzige Seite für deinen Kleinbetrieb reicht.

sitebuddy.ch
· 8 Min. Lesezeit

Einen Onepager erstellen lassen lohnt sich für Kleinbetriebe mit einem klaren, überschaubaren Angebot, die schnell und günstig online sein wollen. Ein Onepager ist eine Website, bei der alle Inhalte untereinander auf einer einzigen Seite stehen: Angebot, Über uns, Referenzen und Kontakt. Er ist rasch umgesetzt und auf dem Handy angenehm zu lesen, stösst aber bei Google an Grenzen, sobald du mit mehreren Leistungen gefunden werden willst.

In diesem Artikel erfährst du, für wen sich ein Onepager eignet, wie er sinnvoll aufgebaut ist, was er in der Schweiz ungefähr kostet und wann der Moment gekommen ist, auf eine Website mit mehreren Seiten umzusteigen. Wir schreiben aus unserer Erfahrung als Agentur in Zürich, die täglich mit Betrieben von einer bis zehn Personen arbeitet.

Was ist ein Onepager genau?

Ein Onepager, manchmal auch Single-Page-Website genannt, besteht aus einer einzigen langen Seite. Statt über ein Menü auf verschiedene Unterseiten zu wechseln, springst du per Klick zu einzelnen Abschnitten weiter unten. Wer scrollt, sieht nach und nach alles, was der Betrieb zu bieten hat.

Das Prinzip passt gut zur heutigen Nutzung: Die meisten Menschen besuchen Websites von Kleinbetrieben auf dem Smartphone. Wischen nach unten ist dort die natürlichste Bewegung. Ein gut gemachter Onepager erzählt deshalb eine Geschichte von oben nach unten, vom ersten Eindruck bis zur Kontaktaufnahme.

Welche Vorteile hat ein Onepager?

Aus unserer Erfahrung schätzen Kleinbetriebe vor allem diese Punkte:

  • Schnell online: Weil es nur eine Seite gibt, sind Konzept, Texte und Design deutlich rascher fertig. Oft reichen wenige Wochen.
  • Tieferes Budget: Weniger Seiten heisst weniger Texte, weniger Gestaltung und weniger Abstimmung.
  • Klare Botschaft: Du musst dich auf das Wesentliche konzentrieren. Das zwingt zu einer verständlichen Aussage, was du anbietest und warum man dich wählen soll.
  • Einfache Führung: Besuchende verlieren sich nicht in Menüs. Sie scrollen und landen am Ende beim Kontaktformular oder bei der Telefonnummer.
  • Wenig Pflege: Öffnungszeiten, Preise oder ein neues Foto sind an einem einzigen Ort schnell angepasst.

Welche Nachteile hat ein Onepager?

So praktisch eine einzige Seite ist, sie hat auch Schattenseiten, die du kennen solltest:

  • Begrenzte Sichtbarkeit bei Google: Eine Seite kann nur für wenige Suchbegriffe gut ranken. Dazu weiter unten mehr.
  • Wenig Platz für Tiefe: Wer ausführlich über einzelne Leistungen informieren will, macht die Seite schnell zu lang und unübersichtlich.
  • Keine eigenen Seiten für Kampagnen: Für ein Inserat oder eine Aktion fehlt eine passende Zielseite mit eigener Adresse.
  • Schwierigeres Teilen: Du kannst nicht einfach den Link zu «unserem Angebot für Gartenpflege» verschicken, höchstens einen Sprunglink auf einen Abschnitt.
  • Ladezeit: Packt man viele grosse Bilder auf eine Seite, wird sie träge. Google misst die Nutzererfahrung unter anderem mit den Core Web Vitals, deshalb muss ein Onepager besonders schlank gebaut sein.

Für wen eignet sich ein Onepager?

Ein Onepager passt gut, wenn mehrere der folgenden Punkte auf dich zutreffen:

  • Du bietest eine Hauptleistung oder wenige, eng verwandte Leistungen an.
  • Deine Kundschaft kommt vor allem aus der Region, zum Beispiel aus Zürich und der Agglomeration.
  • Viele Anfragen entstehen über Empfehlungen, und die Website dient vor allem als Visitenkarte.
  • Du startest neu und willst rasch einen professionellen Auftritt.
  • Du hast wenig Zeit, regelmässig Inhalte zu pflegen.

Typische Beispiele aus unserer Praxis sind ein Coiffeursalon in Oerlikon, eine Einzelpraxis für Physiotherapie, ein Malergeschäft mit drei Mitarbeitenden oder ein Fotograf, der vor allem Hochzeiten begleitet. Weniger geeignet ist ein Onepager für eine Garage mit Verkauf, Werkstatt und Vermietung oder für ein Treuhandbüro mit zehn verschiedenen Dienstleistungen.

Wie ist ein guter Onepager aufgebaut?

Die Reihenfolge der Abschnitte entscheidet darüber, ob aus einem Besuch eine Anfrage wird. Bewährt hat sich bei uns dieser Aufbau:

AbschnittInhaltZiel
EinstiegKlare Aussage, was du anbietest und wo, mit Bild und Knopf «Anfrage senden»In wenigen Sekunden verstanden werden
LeistungenDrei bis sechs Angebote kurz erklärtZeigen, was man bei dir bekommt
VorteileWarum gerade du: Erfahrung, Region, ArbeitsweiseVertrauen schaffen
ReferenzenKundenstimmen, Bewertungen, ProjektbilderBeweise liefern
Über unsTeam, Foto, kurze GeschichtePersönlich werden
Ablauf und PreiseSo läuft eine Zusammenarbeit, PreisrahmenUnsicherheit abbauen
Häufige FragenDie fünf Fragen, die du am Telefon oft hörstHürden beseitigen
KontaktFormular, Telefon, Adresse, Karte, ÖffnungszeitenAnfrage auslösen

Wichtig ist, dass oben im Bild jederzeit erreichbare Kontaktmöglichkeiten bleiben, etwa eine fixierte Telefonnummer auf dem Handy. Und vergiss das Impressum und die Datenschutzerklärung nicht: Seit dem revidierten Datenschutzgesetz musst du transparent informieren, welche Daten du über dein Kontaktformular oder Analyse-Tools bearbeitest. Hinweise dazu findest du beim EDÖB.

Wo liegen die SEO-Grenzen eines Onepagers?

Google bewertet einzelne Seiten. Jede Seite hat einen Titel, eine Beschreibung und eine Hauptüberschrift, und jede davon kann nur zu einem Thema richtig stark sein. Ein Onepager hat genau eine Adresse und damit im Grunde eine Chance, für ein Hauptthema gefunden zu werden, etwa «Malergeschäft Zürich».

Willst du zusätzlich für «Fassade streichen Zürich», «Tapezieren Winterthur» und «Renovation Altbau» erscheinen, fehlt dir der Platz. Google empfiehlt in seinen Leitfäden, Inhalte logisch zu gliedern und für jedes Thema hilfreichen, ausführlichen Text anzubieten. Auf einer einzigen Seite gerät das rasch in Konflikt mit der Übersichtlichkeit.

Das heisst nicht, dass ein Onepager bei Google chancenlos ist. Für die lokale Suche nach deinem Firmennamen oder deiner Hauptleistung in deinem Ort reicht er oft gut, besonders zusammen mit einem gepflegten Google Unternehmensprofil. Darauf solltest du achten:

  1. Ein klarer Seitentitel mit Leistung und Ort.
  2. Eine Hauptüberschrift, die genau sagt, was du machst.
  3. Saubere Zwischentitel für jeden Abschnitt.
  4. Komprimierte Bilder mit beschreibenden Alternativtexten.
  5. Adresse und Telefonnummer als Text, nicht nur als Bild.

Mehr zur Sichtbarkeit in deiner Region liest du in unserem Artikel zu Local SEO für Kleinbetriebe.

Was kostet es, einen Onepager erstellen zu lassen?

Die Preise in der Schweiz schwanken stark, je nachdem, wer ihn baut und was alles dazugehört. Grob kannst du mit diesen Bereichen rechnen:

  • Baukasten selber machen: wenige hundert Franken pro Jahr für das Abo, dafür viel eigene Zeit.
  • Freelancer oder kleine Agentur, einfache Umsetzung: etwa 1500 bis 3500 Franken.
  • Agentur mit Konzept, Texten und individuellem Design: etwa 3000 bis 6000 Franken.

Hinzu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und allenfalls Wartung. Diese Zahlen sind Erfahrungswerte aus unseren Offerten und Gesprächen im Markt, keine offizielle Statistik. Einen ausführlichen Überblick gibt dir unser Artikel Was kostet eine Website in der Schweiz?.

Aus unserer Erfahrung lohnt es sich, nicht beim Text zu sparen. Ein schönes Design ohne klare Worte bringt kaum Anfragen. Professionell formulierte Texte machen oft den grössten Unterschied.

Wann solltest du auf mehrere Seiten wechseln?

Ein Onepager ist kein Entscheid für immer. Viele unserer Kundinnen und Kunden starten damit und bauen später aus. Zeit für den Wechsel ist es, wenn:

  • du mehr als fünf oder sechs klar verschiedene Leistungen anbietest,
  • du gezielt für einzelne Leistungen oder mehrere Orte bei Google gefunden werden willst,
  • du regelmässig Neuigkeiten oder Ratgeber veröffentlichen möchtest,
  • du Stellen ausschreibst oder einen Shop brauchst,
  • deine Seite so lang geworden ist, dass Besuchende den Kontaktbereich nicht mehr finden.

Wenn der Onepager von Anfang an sauber aufgebaut ist, lässt er sich gut erweitern. Die bestehenden Abschnitte werden dann zu eigenen Unterseiten, und die Startseite bleibt als Übersicht bestehen. Darum planen wir bei sitebuddy.ch auch bei einer einzigen Seite immer so, dass ein späterer Ausbau ohne Neuanfang möglich ist.

Häufige Fragen

Kann ein Onepager bei Google gut gefunden werden?

Ja, für ein Hauptthema und deinen Firmennamen in deiner Region klappt das oft gut. Für viele verschiedene Suchbegriffe ist eine Website mit mehreren Seiten jedoch klar im Vorteil, weil jede Seite ein eigenes Thema abdecken kann.

Wie lange dauert es, einen Onepager erstellen zu lassen?

Wenn Texte und Bilder bereitliegen, ist ein Onepager oft in zwei bis vier Wochen online. Die meiste Zeit braucht in der Praxis nicht die Technik, sondern das Sammeln und Abstimmen der Inhalte.

Brauche ich auf einem Onepager eine Datenschutzerklärung?

Ja. Sobald du Personendaten bearbeitest, etwa über ein Kontaktformular oder ein Analyse-Tool, verlangt das Schweizer Datenschutzgesetz eine verständliche Information. Ein Impressum gehört ebenfalls dazu.

Kann ich meinen Onepager später erweitern?

Das geht problemlos, wenn die Seite sauber geplant ist. Abschnitte werden zu Unterseiten, die bestehende Adresse bleibt erhalten, und du verlierst bei Google nichts von dem, was du schon aufgebaut hast.

Ist ein Onepager günstiger als eine normale Website?

Meistens ja, weil weniger Texte und Gestaltung nötig sind. Der Unterschied ist aber kleiner, als viele denken, denn Konzept, Design und gute Texte brauchen auch auf einer einzigen Seite ihre Zeit.

Fazit: Ein Onepager ist ein starker Start, aber kein Allzweckmittel

Wenn du einen Onepager erstellen lassen willst, ist das für viele Kleinbetriebe eine kluge Wahl: schnell, übersichtlich und bezahlbar. Er eignet sich besonders, wenn dein Angebot klar ist und deine Kundschaft aus der Region kommt. Sobald du mit vielen Leistungen bei Google gefunden werden willst, ist eine Website mit mehreren Seiten die bessere Lösung.

Bei sitebuddy.ch helfen wir dir, ehrlich abzuwägen, was für deinen Betrieb passt, und bauen dir einen Onepager, der später mit dir wachsen kann. Melde dich einfach über unser Kontakt-Formular, wir beraten dich gerne unverbindlich.

Quellen

  1. Google Search Central: SEO-Leitfaden für Einsteiger
  2. Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen
  3. Google Search Central: URL-Struktur
  4. web.dev: Core Web Vitals
  5. Fedlex: Datenschutzverordnung (DSV)
  6. EDÖB: Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter

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