Website selber machen oder erstellen lassen?
Website selber machen oder erstellen lassen? Ehrlicher Vergleich von Baukasten, eigenem CMS und Profi, mit Zeitaufwand, Stolpersteinen und klarer Hilfe.

Eine Website selber machen lohnt sich für dich, wenn dein Angebot einfach ist, du gerne schreibst und fotografierst und du regelmässig Zeit für Pflege und Updates einplanen kannst. Mit einem Baukasten kommst du am schnellsten zu einer ersten Seite, mit einem eigenen CMS wie WordPress hast du mehr Freiheit, trägst aber auch mehr Verantwortung. Erstellen lassen ist sinnvoll, wenn die Website verlässlich Anfragen bringen soll und dir die Zeit im Betrieb wichtiger ist. Entscheidend ist weniger die Technik als die Frage, wer sich um Texte, Bilder, Auffindbarkeit und Recht kümmert.
In diesem Artikel vergleichen wir die drei Wege ehrlich miteinander. Wir sagen dir, wo die typischen Stolpersteine liegen, und geben dir Kriterien, mit denen du selbst entscheiden kannst. Wir bauen bei sitebuddy.ch zwar Websites für Kleinbetriebe in Zürich, finden aber: Nicht jeder Betrieb braucht dafür eine Agentur.
Website selber machen: Welche Möglichkeiten gibt es?
Es gibt grundsätzlich drei Wege zu einer eigenen Website: einen Baukasten, ein selbst betriebenes CMS oder eine Fachperson, die die Seite für dich erstellt. Die Wege unterscheiden sich vor allem darin, wie viel du selbst in der Hand hast und wie viel Verantwortung du dafür übernimmst.
Baukasten: Ein Website-Baukasten ist ein Online-Dienst, bei dem du deine Seite im Browser aus fertigen Vorlagen und Bausteinen zusammenstellst. Hosting, Technik und Sicherheitsupdates übernimmt der Anbieter. Du kümmerst dich um Inhalte und Gestaltung innerhalb der Möglichkeiten, die der Baukasten bietet.
CMS selbst betreiben: Ein CMS (Content-Management-System) ist eine Software, mit der du Inhalte bearbeitest, ohne programmieren zu müssen. Das bekannteste Beispiel ist WordPress. Im Unterschied zum Baukasten installierst du die Software bei einem Hosting-Anbieter deiner Wahl. Laut WordPress braucht dein Hosting dafür eine aktuelle PHP-Version, eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank und HTTPS-Unterstützung. Du hast damit viel Freiheit, bist aber selbst für Updates, Backups und Erweiterungen verantwortlich.
Erstellen lassen: Eine Webdesignerin oder eine Agentur plant, gestaltet und baut die Website mit dir zusammen. Je nach Angebot übernimmt sie auch Texte, Bilder, technische Pflege und laufende Anpassungen.
Wie unterscheiden sich die drei Wege im Alltag?
Der grösste Unterschied liegt nicht im ersten Aufbau, sondern darin, wer sich danach um die Website kümmert. Die folgende Übersicht fasst unsere Einschätzung aus der Praxis zusammen:
| Weg | Gut geeignet für | Darauf musst du achten |
|---|---|---|
| Baukasten | Einfache Seiten, schneller Start, wenig Technik | Weniger Gestaltungsfreiheit, Bindung an den Anbieter |
| CMS selbst | Wer Freiheit will und sich in Technik einarbeitet | Updates, Backups, Plugins und Sicherheit liegen bei dir |
| Profi | Wer verlässlich Anfragen will und wenig Zeit hat | Gute Zusammenarbeit und klare Absprachen nötig |
Wichtig: Kein Weg ist automatisch besser. Ein Coiffeursalon in Oerlikon mit drei Leistungen und einem Online-Kalender kommt mit einem Baukasten vielleicht sehr gut zurecht. Ein Handwerksbetrieb im Zürcher Oberland, der über die Website neue Aufträge gewinnen will, profitiert eher von einer durchdachten Struktur und guten Inhalten. Was die verschiedenen Wege kosten können, haben wir im Artikel Was kostet eine Website in der Schweiz? zusammengetragen.
Wie viel Zeit brauchst du, um eine Website selber zu machen?
Der Zeitaufwand hängt vor allem von deinen Inhalten ab, nicht von der Technik. Aus unserer Erfahrung ist eine Vorlage schnell ausgewählt, während Texte, Fotos und Entscheidungen über die Struktur die meiste Zeit beanspruchen. Feste Stundenzahlen nennen wir bewusst nicht, weil sie stark davon abhängen, wie gut du vorbereitet bist.
Rechne ausserdem mit Aufwand nach dem Start. Eine Website ist nie ganz fertig. Öffnungszeiten ändern sich, neue Leistungen kommen dazu, Fotos werden alt. Wer ein CMS selbst betreibt, hat zusätzlich technische Pflege. WordPress empfiehlt in seiner Dokumentation, immer auf die neueste Version zu aktualisieren und vor einem Update ein Backup zu erstellen. Kleinere Sicherheitsupdates spielt WordPress auf vielen Websites automatisch ein, grössere Versionen musst du aber selbst auslösen.
Und auch bei Google brauchst du Geduld. Google schreibt in seinem Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung, dass manche Änderungen innerhalb weniger Stunden wirken, andere aber mehrere Monate brauchen können. Du solltest also einige Wochen warten, bevor du beurteilst, ob sich deine Arbeit gelohnt hat.
Welche Fähigkeiten brauchst du dafür?
Für eine selbst gemachte Website brauchst du weniger Programmierkenntnisse als viele denken, dafür aber mehrere andere Fähigkeiten. Die Technik nehmen dir Baukasten und CMS weitgehend ab. Die eigentliche Arbeit liegt woanders:
- Schreiben: Du musst klar und verständlich formulieren, was du anbietest, für wen und wo.
- Bilder: Du brauchst gute eigene Fotos oder Bilder, die du rechtlich verwenden darfst.
- Struktur: Du musst entscheiden, welche Seiten es braucht und wie Besucherinnen sich zurechtfinden.
- Gestaltung: Farben, Schriften und Abstände sollen zusammenpassen und auf dem Handy funktionieren.
- Grundwissen zu Google: Seitentitel, Beschreibungen und Alt-Texte gehören dazu.
- Durchhaltewillen: Die Pflege nach dem Start ist genauso wichtig wie der Aufbau.
Wenn du bei den meisten Punkten denkst «das mache ich gerne», ist das ein gutes Zeichen. Wenn du bei mehreren Punkten zögerst, lohnt es sich, zumindest Teile abzugeben.
Typische Stolpersteine, wenn du eine Website selber machst
Die meisten selbst gemachten Websites scheitern nicht an der Technik, sondern an Inhalten, Bildern, Auffindbarkeit und rechtlichen Pflichtangaben. Diese vier Bereiche schauen wir uns genauer an.
Texte
Texte sind aus unserer Erfahrung der Punkt, an dem die meisten Projekte ins Stocken geraten. Die Vorlage ist schnell eingerichtet, aber das leere Textfeld bleibt leer. Oft schreiben Betriebe dann über sich selbst statt über die Fragen ihrer Kundschaft. Wie du das besser machst, zeigen wir dir im Artikel Website Texte schreiben.
Bilder
Bilder entscheiden mit, ob eine Website vertrauenswürdig wirkt. Allgemeine Stockfotos wirken schnell austauschbar, eigene Fotos von dir, deinem Team und deiner Arbeit wirken persönlicher. Achte darauf, dass du jedes Bild verwenden darfst, also selbst fotografiert oder mit einer passenden Lizenz. Für Google ist ausserdem wichtig, was um das Bild herum steht. Google empfiehlt kurze, aussagekräftige Dateinamen, also etwa «badumbau-zuerich.jpg» statt «IMG00023.jpg», und einen beschreibenden Alt-Text. Der Alt-Text ist ein kurzer Text, der erklärt, was auf dem Bild zu sehen ist und wie es zum Inhalt der Seite passt.
SEO-Grundlagen
SEO (Suchmaschinenoptimierung) bedeutet, deine Website so aufzubauen, dass Google sie versteht und passenden Suchanfragen zuordnen kann. Viele Baukästen und CMS bieten dafür Eingabefelder an, die aber oft leer bleiben. Die wichtigsten Grundlagen aus Googles Startleitfaden lassen sich auch ohne Fachwissen umsetzen: hilfreiche Inhalte für Menschen schreiben, verständliche Seitentitel verwenden, Bilder beschreiben und die Wörter benutzen, mit denen deine Kundschaft sucht. Für lokale Betriebe kommt das Google Unternehmensprofil dazu, mehr dazu liest du im Artikel Local SEO für Kleinbetriebe.
Recht
Auch eine kleine Website muss die rechtlichen Vorgaben einhalten. In der Schweiz gilt das Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG). Sobald du über deine Website Personendaten bearbeitest, zum Beispiel über ein Kontaktformular, brauchst du eine Datenschutzerklärung. Dazu kommen ein Impressum und, je nach eingesetzten Diensten, weitere Angaben. Welche Pflichtangaben für Schweizer Websites wichtig sind, erklären wir ausführlich im Artikel Impressum und Datenschutz in der Schweiz. Bei rechtlichen Unsicherheiten ist eine Fachperson für Recht die richtige Ansprechstelle.
Wann ist es sinnvoll, die Website selber zu machen?
Selber machen ist sinnvoll, wenn deine Website einfach ist, du Freude an Inhalten hast und kein schneller Geschäftserfolg davon abhängt. Aus unserer Erfahrung passt es besonders in diesen Situationen:
- Du startest gerade erst und willst zuerst testen, wie dein Angebot ankommt.
- Deine Website ist vor allem eine digitale Visitenkarte mit Kontakt und Öffnungszeiten.
- Du schreibst gerne, fotografierst gerne und hast Zeit für regelmässige Pflege.
- Du arbeitest dich gerne in neue Werkzeuge ein und hast Geduld beim Ausprobieren.
Erstellen lassen ist dagegen sinnvoll, wenn deine Website verlässlich Anfragen bringen soll, wenn du mehrere Leistungen klar darstellen musst oder wenn dir schlicht die Zeit fehlt. Viele Inhaberinnen und Inhaber unterschätzen, wie viele Abendstunden in eine eigene Website fliessen. Diese Zeit fehlt dann im eigentlichen Geschäft oder in der Freizeit.
Es gibt auch Mischformen. Du kannst die Struktur und das Design von einer Fachperson erstellen lassen und Texte oder News später selbst pflegen. Viele Kleinbetriebe fahren gut damit, weil sie so eine solide Grundlage haben und trotzdem flexibel bleiben.
So gehst du vor, wenn du deine Website selber machst
Mit einem klaren Ablauf vermeidest du die häufigsten Umwege. Diese Schritte haben sich bei unseren Kundinnen und Kunden bewährt:
- Ziel festlegen: Was soll die Website erreichen? Anrufe, Terminbuchungen, Offertanfragen oder einfach Information?
- Inhalte sammeln: Notiere deine Leistungen, die häufigsten Kundenfragen, Öffnungszeiten und Kontaktdaten.
- Struktur planen: Lege fest, welche Seiten es braucht. Für viele Kleinbetriebe reichen wenige Seiten oder ein Onepager.
- Werkzeug wählen: Entscheide dich bewusst für Baukasten oder CMS, je nachdem, wie viel Technik du übernehmen willst.
- Texte und Bilder erstellen: Schreib aus Sicht deiner Kundschaft und verwende eigene oder korrekt lizenzierte Fotos.
- Grundlagen für Google einrichten: Seitentitel, Beschreibungen, Alt-Texte und das Google Unternehmensprofil.
- Rechtliches prüfen: Impressum und Datenschutzerklärung ergänzen.
- Testen: Prüfe die Website auf dem Handy, teste das Kontaktformular und lass jemanden aus deiner Zielgruppe probeklicken.
- Pflege einplanen: Trage dir feste Termine ein, an denen du Inhalte und Technik überprüfst.
Für den letzten Schritt hilft dir unsere Website-Check Checkliste. Damit kannst du deine fertige Website Punkt für Punkt durchgehen.
Häufige Fragen
Kann ich eine Website selber machen ohne Programmierkenntnisse?
Ja. Baukästen und CMS wie WordPress sind so gebaut, dass du Inhalte ohne Programmieren bearbeiten kannst. Mehr Arbeit als die Technik machen in der Regel die Texte, die Bilder und die Entscheidungen über die Struktur.
Ist ein Baukasten oder WordPress besser für Kleinbetriebe?
Das hängt davon ab, wie viel Verantwortung du übernehmen willst. Beim Baukasten kümmert sich der Anbieter um Technik und Sicherheit. Bei WordPress hast du mehr Freiheit, musst aber laut WordPress selbst regelmässig aktualisieren und vorher Backups erstellen.
Wird meine selbst gemachte Website bei Google gefunden?
Das ist möglich, wenn du die Grundlagen beachtest: hilfreiche Inhalte, klare Seitentitel, beschriebene Bilder und ein gepflegtes Google Unternehmensprofil. Google weist aber darauf hin, dass Änderungen teilweise mehrere Monate brauchen, bis sie sich in den Suchergebnissen zeigen.
Brauche ich auf meiner selbst gemachten Website ein Impressum und eine Datenschutzerklärung?
In aller Regel ja. Sobald du zum Beispiel über ein Kontaktformular Personendaten bearbeitest, gilt das Schweizer Datenschutzgesetz. Details findest du in unserem Artikel zu Impressum und Datenschutz.
Kann ich später von einer selbst gemachten Website zu einem Profi wechseln?
Ja, das ist ein häufiger Weg. Deine Texte, Fotos und Erfahrungen sind dabei wertvoll und lassen sich meist weiterverwenden. Wie ein Wechsel sauber abläuft, liest du im Artikel zum Website-Relaunch.
Fazit: Ehrlich entscheiden statt aus dem Bauch
Eine Website selber machen ist für viele Kleinbetriebe ein guter Einstieg, vor allem bei einfachen Angeboten und mit Freude an Texten und Bildern. Unterschätze aber nicht den Aufwand für Inhalte, Google, Recht und die laufende Pflege. Wenn deine Website verlässlich Anfragen bringen soll und dir die Zeit dafür fehlt, lohnt sich Unterstützung.
Wir von sitebuddy.ch bauen Websites für Kleinbetriebe mit 1 bis 10 Mitarbeitenden in Zürich und der ganzen Schweiz. Gerne schauen wir gemeinsam, ob du es selber machen kannst oder wo wir dich sinnvoll entlasten. Vereinbare einfach ein kostenloses Erstgespräch.